Informationen für Waldbesitzer
Generationenprojekt Waldbesitz

Neue Waldbesitzer in Bayern: Es ist zu erwarten, dass in den nächsten 15 Jahren allein durch Vererbung 35 Prozent der Waldfläche übergeben werden. Ein Verlust von Wissen um den Wald und die Waldbewirtschaftung ist zu befürchten wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird.

Wenn die nächste Eigentümergeneration Verantwortung übernimmt

Nachfolgeplanung als wichtiger Bestandteil der künftigen Eigentümerrolle
Der Auftrag, die eigene Waldbesitznachfolge zu gestalten, ist seit jeher untrennbar mit dem Waldeigentum verbunden und betrifft Waldbesitzer/innen in Bayern gleichermaßen. In der Landwirtschaft ist es gängig,beiEintritt des Rentenalters, den Hof samt den Wiesen, Äckern und Wäldern an einen Nachfolger weiterzugeben.
Ist der Wald nicht mehr Bestandteil eines landwirtschaftlichen Betriebes, bleibt er immer häufiger bis „zuletzt“ im Eigentum seiner Besitzer.
Immer öfter stehen die Erben vor der Situation, sich mit dem Thema Waldbesitz noch nie zuvor auseinandergesetzt zu haben. Wenn der Vorbesitzer nicht mehr gefragt werden kann, müssen sie sich Wissen und Fertigkeiten erst langsam erarbeitet. Oft ist der Verlauf der Eigentumsgrenzen vor Ort nicht mehr genau bekannt, wertvolles Erfahrungswissen um den eigenen Wald geht verloren.
Dieser Entwicklung können die jetzigen Waldbesitzer/innen durch eine gezielte Nachfolgeplanung entgegenwirken.
Waldbesitz ist ein Generationenauftrag.
Es braucht mehrere Waldbesitzergenerationen bis ein stabiler, gesunder und leistungsfähiger Waldbestand herangewachsen ist. Viele Arbeiten in der Waldpflege kommen erst der nächsten oder übernächsten Generation zu Gute. Waldbewirtschaftung ist ein echtes Generationenprojekt, an dem Jung und Alt beteiligt sind.
Ähnlich wie in einem Unternehmen ist es sinnvoll, sich rechtzeitig Gedanken um die eigene Nachfolge im Wald zu machen, unabhängig von der Waldbesitzgröße.
Durch das Einbeziehen und Vorbereiten des Nachfolgers bleiben wertvolles Wissen und Erfahrungen erhalten. Vom Verlauf der Grenzen, bis zur Kenntnis der richtigen Ansprechpartner vor Ort können die Waldbesitzer ihren späteren Nachfolgern ein Stück Sicherheit mit auf den Weg geben. Insbesondere bei Schädlingsbefall oder Sturmereignissen zahlt sich dieses Vorwissen aus, wenn schnelles Handeln erforderlich ist.
Weitere Informationen erhalten Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Regen, der Außenstelle Waldkirchen und bei den für sie zuständigen Revierleitern.