Initiative Zukunftswald Bayern
Forstbetrieb des Jahres 2017

Gruppenfoto der Preisträger

Die Preisträger: Forstbetriebe des Jahres im Landkreis Regen

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regen (AELF Regen) stiftet 2017 zum dritten Mal die Auszeichnung „Forstbetrieb des Jahres“ für den Privatwald. Damit werden die Leistungen von forstlich aktiven und erfolgreichen Waldbesitzern für die Forstwirtschaft, den Wald, die Natur und die Gesellschaft honoriert, und die Wirtschaftsweise und deren Umgang mit ihrem Wald wird beispielgebend bekannt gemacht.

Die Auszeichnung wird abwechselnd im Landkreis Regen und Freyung-Grafenau vergeben. Die Preisverleihung folgt einem mehrstufigen Konzept. Die mit Wald und Waldwirtschaft verbundenen Verbände und Organisationen und die Förster des AELF konnten jeden Waldbesitzer als Preisträger vorgeschlagen. In einer Auswahljury wirken alle Gruppen im Landkreis mit, die am Wald Interesse haben und die über Ihre Arbeit die Rahmenbedingungen für die Waldbewirtschaftung im Besonderen mitgestalten.

Für Ihre Leistungen bei der Waldbewirtschaftung wurden gewürdigt:

Familie Hans Berndl in der Gemeinde Frauenau

Mann vor Trecker

Hans Berndl

Das Geschlecht der Berndls, nachweislich seit 1726 auf dem Hof, bewirtschaftet 58 Hektar Wald. Die Landwirtschaft ist seit 1977 verpachtet, der Forstbetrieb ist seit 1997 an Sohn Hans Berndl übergeben. Der Sohn hat beruflich seinen Lebensmittelpunkt nicht in der Heimat und daher führt Hans Berndl sen. mit einem örtlichen Helfern die Bewirtschaftung im Sinne und für die nächste Generation weiter.
Was prägt die Waldbewirtschaftung der Berndls: Eine pflegliche und behutsame Art, die Wert auf handwerkliche Perfektion in der Arbeitsausführung legt und einen Blick auf das Detail hat. Mittelalte, fichtendominierte Bestände werden zugunsten der Stabilität und zugunsten einer gemischten Vorausverjüngung beherzt durchforstet.
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Gut strukturierte, bereits gemischte 130 -180 jährige Fichten Tannen Buchen Bestände mit üppigen Tannen- und Buchenunterstand und reichlich Naturverjüngung werden genutzt, reifen aber weiter in beeindruckenden Dimensionen aus.
Warum strukturreiche Bergmischbestände mit hohen Tannenanteilen immer auch Starkholzproduzenten sind, zeigt sich hier eindrucksvoll. Und in diesen Beständen geschieht dann auch beides. Wertvollstes Tannenstarkholz geht in den Export nach Japan und die ein oder andere Starkholzbuche oder Riesentanne bleibt als Totholz oder Totholzanwärterin auf der Fläche. Die Berndls wirtschaften überwiegend und erfolgreich mit Naturverjüngung, wo es notwendig ist werden aber auch Laubkulturen angelegt oder Mischbaumarten eingebracht.
Zur Philosophie gehört es, wiederkehrend aber mäßig auf den einzelnen Eingriff bezogen auf ganzer Fläche aktiv zu sein.
Dazu gehört es, dass die Waldbestände weitgehend erschlossen sind. Diese Erfahrung im eigenen Betrieb machte Hans Berndl folgerichtig zu einem Botschafter im Waldwegebau. Hans Berndl war dann auch Mitinitiator für viele Waldwegebauten in seiner Heimatgemeinde. Hans Berndl sah überdies immer die Notwendigkeit, dass Waldbesitzer ihre Belange und Interessen aktiv in Gemeinschaften wahrnehmen und er übernahm und trug Verantwortung.
Von 1985 bis 1998 verantwortete er als erster Vorsitzender die Geschicke der örtlichen Waldbesitzervereinigung Regen und 40 Jahre lang stand er der Jagdgenossenschaft mit Blick und Einsatz für den Wald vor.
Dem 84 jährigen und seinem Nachfolger, der nicht immer vor Ort präsent sein kann, steht künftig als Partner zur Bewirtschaftung die Waldbesitzervereinigung Regen zur Seite, um den erfolgreichen Waldbau in gemischten und strukturierten Beständen für die nächsten Generationen weiterzutreiben.

Forstbetrieb von Schnurbein, Katzenbach

Zwei Männer

v.l.n.r: Max Freiherr von Schnurbein jun und sen.

Bei der Familie von Schnurbein, die 600 ha bewirtschaften, ist der Generationswechsel formal vollzogen. Die forstlichen Geschicke führt aber federführend der Senior, Max Frhr. von Schnurbein. In den Bayerwald gelangt sind die ursprünglich aus Augsburg stammenden von Schnurbeins durch den Bau des Augsburger Bahnhofs. Sie verloren Grundbesitz und konnten in Katzenbach bei Regen wieder erwerben und wurden hier heimisch.
Was die von Schnurbeins ausmacht: Erstens glauben Sie über die Zeiten hinweg an die wirtschaftliche Substanz und Tragkraft von Forstwirtschaft, denn sie versuchen beständig und wirtschaftlich sinnvoll den Forstbetrieb zu arrondieren, sprich „die Sach nicht nur zusammenzuhalten, sondern auch zu mehren“. Zweitens wird Wert auf Ausbildung gelegt. Das Studium der Forstwirtschaft ist Programm in der Familie. Drittens. Waldflächen in dieser Größenordnung müssen beständig Erträge liefern, also auch zukunftsfähig von den Baumarten, ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit und hinsichtlich der Stabilität der Bestände aufgebaut sein.
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Konsequent verfolgt man einen Naturverjüngungsbetrieb unter Schirm, setzt auf Fichte Tanne und Buche, heißt aber jede Baumart, die natürlich kommt, willkommen, fördert diese bei Eingriffen, und versucht das Verhältnis zwischen Nadelholz und Laubholz in der Verjüngung ausgewogen zu gestalten.
Die Douglasie wurde bereits von den Vorgängern maßvoll in den Betrieb integriert und verjüngt sich natürlich in den Fichten-Buchen-Tannen-Beständen. Totholz ist mit an Bord, ebenso wie der Biber entlang der Flussläufe im Gebiet. Jagdlich engagieren sich die von Schnurbeins aus Prinzip seit langen Jahren in der Jagdausbildung. Waldbaulich erfolgreich wirtschaften heißt auch, jagdlich erfolgreich zu steuern und Entmischung durch Verbiss und Fegeschäden erträglich zu halten. Unaufgeregt und im Miteinander verstehen es die von Schnurbeins auch in dieser Frage ihre Wälder zu entwickeln. Und weil man auf ganzer Fläche wirtschaften muss, versteht es sich von selbst, dass in Forstwege und Erschließung investiert wird und diese auch unterhalten und gepflegt werden.
Die von Schnurbeins zeigen auch unternehmerischen Mut und Tatkraft für die Region. Der Sohn und Nachfolger, diplomierter, also studierter Förster und gelernter Banker, übernahm 2004 zusammen mit der Eberhard-von-Kuenheim Stiftung, der Stiftung der BMW AG und weiterer Unterstützer die traditionsreiche, aber bereits stillgelegte Glashütte Theresienthal, einer Glasmanufaktur die hochwertigstes mundgeblasenes und handverdeltes Glas herstellt, und führt seit 2006 die Geschäfte allein in einer wirtschaftlich nicht einfachen Branche, aber einer für die handwerkliche Identität der Region so wichtigen Branche. Wald und Glas gehören im Bayerischen Wald zusammen und die von Schnurbeins haben die alte Bindung von Waldeigentum und Glashütte wieder gewagt. Auch mit diesem Preisträger würdigt die Jury ein langes, generationenübergreifend angelegtes Wirken, das sich in vorbildlichen Waldbildern zeigt.

Familie Peter Hastreiter, Krailing, Prackenbach

Personen auf Waldweg

Hastreiter sen (letzter von links) mit Jury-Mitgliedern

Die Hastreiters aus Krailing bewirtschaften über 40 ha Wald und auch bei Ihnen arbeiten aktuell „alt und jung“ Hand in Hand zusammen. Vater und Sohn sind auch ziemlich einer Meinung, wie sie Ihren Wald bewirtschaften.
Feinfühlig und mit viel Herzblut und viel Sachverstand und einem hohen Zeiteinsatz betreiben die Hastreiters ihren Waldbau. Der Grundsatz, „den eigenen Wald nicht in Ruhe lassen“ lassen sie nicht außer Acht. Die Bestände werden beständig einer negativen und positiven Auslese unterzogen. Ständig wird abgewogen, welchen Nutzen ein Eingriff für das umstehende Bestandesgefüge hat. Mischbaumarten werden gezielt gefördert. Im Ergebnis schaffen die Hastreiters wertvolle, baumartenreiche und strukturierte Bestände mit einem ausgeprägten Unter- und Zwischenstand, die rechtzeitig eine ebenso differenzierte und gemischte Vorausverjüngung auflaufen lassen.
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Dabei wird mäßig und oft eingegriffen und so Lichtstellungen geschaffen, die Struktur zulassen.
Sieben und mehr Baumarten auf kleiner Fläche sind keine Seltenheit. In so gepflegten und behandelten Beständen, die kein flächig geschlossenes und dunkles Kronendach mehr aufweisen, erreichen auch kleinere Niederschlagsereignisse den Boden, die im Sommer gefühlt mehr werden. Mehr kann man sich gegen die Auswirkungen des Klimawandels nicht wappnen.
Mit viel Feingefühl haben sich die Hastreiter auch ihre nicht einfachen Hanglagen mit Rückewegen erschlossen. Ziel ist es, überall auf der Fläche schnell da sein zu können und „in kurzer Zeit mit der zur Verfügung stehenden Arbeitskraft schlagkräftig sein zu können“. Wer mit Fichtenanteilen wirtschaften will, muss in Zukunft noch mehr für eine saubere Forstwirtschaft gewappnet sein und da gehört es dazu, bei Käferbefall schnell handeln zu können. Und die Zeitspanne, in der forstlich wirksam gegen den Borkenkäfer gehandelt werden kann, wird auch im Bayerischen Wald immer kleiner. Im Jahr 2017 benötigte die erste Generation dank erheblicher Wärme ab Ende Mai gerade 3 ½ Wochen von der Eiablage bis zum Ausflug.
Überstürzt wird bei den Hastreiters aber nichts. Arbeitssicherheit und Arbeitsergonomie gehen vor und um Holz unfall- und schadfrei aus dem Wald zu bringen, dafür nimmt man sich die Zeit, die es braucht.
Eine gute Feinerschließung macht alles aber leichter. Eine Spezialität der Hastreiters ist auch „der Pflegeschnitt von Laubholz unter Schirm“, die in dieser Besitzgröße und bei den Eigenarbeitsanteilen eine Qualitätsausformung der vorhandenen Laubholzbeteiligung ermöglicht. Behutsam und in mehreren Eingriffen werden die Schäfte geastet und in der Krone freigestellt. Der Begriff Waldgärtnerei ist hier zutreffend, die Beschäftigung im Wald ist für die Hastreiter ohnehin Leidenschaft und Erfüllung.
Der Erfolg - einzeln beigemischte astfreie und gerade Laubbäume in Jungbeständen oder in der Vorausverjüngung mit kräftig, vital und kreisrund ausgebauten Kronen - schafft Elemente von Vielfalt, Werterwartung und Mischung in den Folgebeständen. Die Hastreiters machen sich für jeden Baum Gedanken, was aus ihm werden kann. Beständig auf der ganzen Fläche arbeiten und dann beobachten, wie sich die Bestände entwickelt.
Die beständige Arbeit an den Waldstrukturen macht den Betrieb Hastreiter auch zu einem treuen, verlässlichen und wichtigen Lieferanten der örtlichen Waldbesitzervereinigung, da im jährlichen Turnus und zu jeder Jahreszeit Holz bereitgestellt wird.
Der Einschlag bewegt sich bereits in Richtung jährlichem Zuwachspotenzial, da in vielen Beständen ein Fließgleichgewicht zwischen Vorratsaufbau in der heranwachsenden Schicht und der Ernte und Pflege im Schirm erreicht wird. „Jetzt können wir nicht mehr aufhören zu schneiden“, so das Fazit der Eigentümer. „Dieser Betrieb zeigt, dass der Kleinprivatwald verlässlich, gleichmäßig und beständig die Holzmärkte beliefern kann, wenn wir uns zusammenschließen und aktiv flächig wirtschaften“, so der Vorsitzende der Waldbauernvereinigung Viechtach Andreas Vogl. „Eine wettbewerbsstarke Holzwirtschaft basiert immer auch auf einer verlässlichen und stetigen Holzversorgung. Und nur eine wettbewerbsstarke Holzwirtschaft wird uns die Holzerträge bieten, die wir Waldeigentümer brauchen“.
Hastreiter jun. engagiert sich auch selbst auf der Jagd, hier geht man einen gemeinsamen Weg, versucht die Interessen auszugleichen und persönlich setzt man mit der Jagdausübung Freizeit ein, tragbare Wald-Wild-Verhältnisse herzustellen und aufrecht zu erhalten.
Auch dieser Preis würdigt ein langes, generationenübergreifendes Zusammenwirken im Aufbau von Waldstrukturen, die zukunftsfähig sind hinsichtlich Klimawandel aber auch hinsichtlich der Wertschöpfungsketten von Forst und Holz.

Im Blick

Preisträger - Gruppenfoto

Die Preisträger in der Gruppe

Mann vor Trecker

Hans Berndl

Zwei Männer

Max Freiherr von Schnurbein jun. und sen.

Personen auf einem Waldweg

Hastreiter senior

Gesicht und Struktur des Landkreises Regen werden von seinem Waldkleid getragen.

Über 65.000 ha, damit einem Bewaldungsprozent von über 65% und über 66% Privatwaldanteil am Wald machen den Bayerwaldlandkreis Regen zu einem der waldreichsten und privatwaldstärksten Kreise Deutschlands. Das hohe Bewaldungsprozent und die Eigentumsverhältnisse bildeten seit jeher einen verlässlichen ökonomischen und ökologischen Pfeiler für die regionale Entwicklung des Bayerischen Waldes. Wettbewerbs- und innovationsstarke Familienbetriebe aus den Sektoren Forstunternehmer, Holzbe- und Weiterverarbeitung haben im Bayerischen Wald ihren Sitz. Für das Tourismusstandbein im Bayerischen Wald sind intakte und erschlossene Wälder der zentrale Erholungsraum und die Waldleistungen insgesamt spielen für die Gemeinwesen eine herausragende Rolle, z.B. ist die Wasserversorgung auf den Gneis- und Granitböden ohne grundwasserbildende Horizonte auf eine permanente Wasserspende aus den waldreichen Gebieten angewiesen. „Der Wald wird von den Eigentümern seit langer Zeit genutzt, erhalten, gepflegt, nach Katastrophen wiederauf-gebaut, um der nächsten Generation wieder einen nutzfähigen und vitalen Waldbestand zu übergeben. Waldeigentum war immer Sinnbild für ein Generationenprojekt“, so Landrat Michael Adam, der als Schirmherr des Preises fungiert. Dieser Generationenvertrag manifestiert sich in der Waldgesinnung der Waldbesitzer, die einem festen Wertekanon folgt. „Mit aktiver Waldbewirtschaftung den eigenen Wald nutzen, den wertvollen, zu allen Zeiten multifunktionalen Rohstoff Holz gewinnen und zugleich den Wald mit allen seinen Wirkungen für die nächsten Generationen in einem nutzungsfähigen Zustand zu erhalten und weitergeben“. Nachhaltigkeit ist in dieser Waldgesinnung längst Programm. „Der Landkreis und alle Bürger können sich auf die Waldeigentümer und Förster verlassen, die den Wald auf Dauer durch aktive Bewirtschaftung erhalten“, so Adam.
Eine der Gemeinsamkeiten von den drei Preisträgern, die unter 17.000 Waldbesitzern im Jahr 2017 ausgewählt wurden, ist der in den Waldbildern sichtbar gelebte Generationenvertrag.
Gemeinsame Erfolgsrezepte der Preisträger
Aus Sicht Jury verfolgen die drei Preisträger ein vergleichbares Erfolgsrezept. Dazu gehört die beständige, aber kleinflächige bzw. einzelstammweise ausgerichtete Holznutzung in den älteren Beständen und eine Pflege in jüngeren Beständen, die konsequente auf die Qualität und Stabilität der vitalsten und besten Baumindividuen ausgerichtet ist. Für alle drei ist die Mischung mehrerer Baumarten für die Zukunft der Waldbestände extrem wichtig. Nichts oder ganz wenig pflanzen zu müssen, ist ein Garant für Wirtschaftlichkeit. Damit auf der Fläche mit mäßigen aber in kurzen Abständen beständig wiederkehrenden Eingriffen gewirtschaftet werden kann, ist für die Preisträger erstens eine erreichbare Anbindung der Waldkomplexe an Forststraßen notwendig und eine an das Gelände und die Flurver-hältnisse angepasste Feinerschließung mit maschinenbefahrbaren Wegen Voraussetzung. Erst dann kann pfleglich Holz geerntet werden und struktur- und baumartenreiche Bestände lassen sich nur durch aktives, beständiges, auf den einzelnen Eingriff bezogen am besten mäßigen, in der Summe der Zeit aber am Zuwachs orientierten Nutzungen aufrechterhalten. Für Dr. Stefan Schaffner, Bereichsleiter Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Regen werden mit dem Preis die persönlichen Leistungen der Preisträger gewürdigt und gleichzeitig wird die Essenz erfolgreicher und zukunftsfähiger Waldwirtschaft nach außen getragen. „Jeder Preis ist Ehre und Bürde – kommt Ihnen meine verehrten Preisträger auch die Rolle als Botschafter zu. Als Botschafter für verantwortungsvolle und zukunftsfähige Forstwirtschaft“, Schaffner zu den Preisträgern. Denn die Preisträger stehen mit ihrem Beispiel und Ihrem Gesicht dafür, dass die Gesellschaft, Vertrauen in die Kompetenz und Leidenschaft der Eigentümer haben kann, mit den Wäldern sorgsam und achtsam umzugehen. Der Preis „Forstbetriebe des Jahres“ wird unterstützt von der Initiative Zukunftswald Bayern der Bayerischen Forstverwaltung.